Marcel Kraushaar in der Coachingzone

11.03.2020
Autor: Cedrik Pelka

In jeder Ausgabe kommen Essener Trainer zu Wort und teilen ihre Gedanken zur Schiedsrichterei mit uns. Marcel Kraushaar von den Sportfreunden Niederwenigern erzählt uns von einer witzigen Begegnung.

Der Beitrag ist ein Auszug aus der aktuellen Pfiff – Das Essener Schiedsrichtermagazin

„Das Schiedsrichterwesen in Essen verfolge ich nun schon seit einigen Jahren. Zum einen da mein Bruder selbst viele Jahre als Schiedsrichter im Einsatz war und zum anderen, weil ich als Trainer und auch Spieler schon seit mehr als 10 Jahren mit den Schiedsrichtern aus unserem Kreis zu tun habe. Zugegebenermaßen bin ich in dieser Zeit häufiger mit euch aneinander geraten und habe mich über die ein oder andere Entscheidung geärgert. Ich bin mir aber ebenfalls sicher, dass auch ihr nicht immer ganz zufrieden mit mir und meinem Verhalten wart. Die Wahrheit liegt wie so oft im Leben wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.

Ein Augenzwinkern hilft

Eine Geschichte aus meiner Zeit als Jugendtrainer ist mir in Erinnerung geblieben, die mir noch heute vor Augen führt, dass man im Amateurfußball nicht immer alles so ernst nehmen sollte und auch besondere Situationen wie die folgende mit einem Augenzwinkern wahrzunehmen. Während eines D-Jugendspiels stand der Schiedsrichter zwischen den beiden Trainerbänken und beobachtete das Spiel, als er sich plötzlich umdrehte und die beiden Trainer zu sich zitierte. Wir als Trainer waren zunächst vollkommen überrascht und verwundert, da das Spiel während dieses Vorganges weiterlief.

Trainer und/oder Taxifahrer!?

Als wir, wie vom Schiedsrichter verlangt, etwas näher kamen, fragte er uns, ob einer die Möglichkeit hätte ihn nach dem Spiel nach Hause zu bringen, da er den Bus verpassen würden. Wir guckten uns an und fingen laut an zu lachen. Im nächsten Moment realisierten wir Trainer aber, dass das Spiel weiterlief und die Kinder auf der anderen Seite des Platzes etwas zu beanstanden hatten. Doch keiner von uns konnte es beurteilen, sodass wir uns auf einen Einwurf einigten und dem Schiedsrichter zusicherten, dass er mit nach Hause genommen wird.

Ein Dankeschön

Trotz aller Kritik, die ich an euch geäußert habe und vermutlich auch in Zukunft äußern werde, möchte ich mich zum Schluss bei euch für eure ehrenamtliche und gute Arbeit bedanken. Bleibt am Ball bzw. an der Pfeife und lasst euch nicht unterkriegen! Wir sehen uns auf dem Platz!“

Wollen Sie auch Ihre Gedanken mit uns teilen? Schreiben Sie uns gerne: pfiff@sr-essen.de

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